Typen von Atemschutzmasken


07 Apr
07Apr

Die FFP-Masken schützen und sind gerade in der Zeit von Corona begehrt. Es gibt jedoch einige Unterschiede, die bei der Auswahl beachtet werden müssen. Insgesamt bieten die Produkte Schutz vor Schadstoffen in Partikelform. Dazu zählen unter anderem Rauch, Staub und Aerosol. Die drei Schutzstufen werden in FFP1, FFP2 und FFP3 unterschieden. Sie werden nach der EN 149:2001+A1:2009 in ganz Europa normiert. Es gibt sogar Atemschutzmasken mit noch höheren Stufen. Diese dürfen deswegen gegen noch gefährlichere Konzentrationen von Schadstoffen und höhere Schadstoffkonzentrationen verwendet werden.

Die Unterschiede der Klassen sind eindeutig festgelegt und normiert.

FFP1

Diese Form der Masken wird vor allem in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Sie helfen bei Schadstoffkonzentrationen bis zur vierfachen Höhe des Arbeitsplatzgrenzwertes, kurz AGW. Schutz bieten sie gegen ungiftige Partikel mit Öl- und Wasserbasis. Kein Schutz besteht gegen Stoffe, die Krebs erzeugen oder radioaktive Teilchen. Gegen biologische Arbeitsstoffe mit den Risikogruppen 2+3 und Enzyme, die luftgetragen sind, helfen sie ebenfalls nicht. Die Undichtigkeit (Gesamtleckage) der FFP1 Masken beträgt 22 Prozent. Fast 80 Prozent der schädlichen Stoffe werden aus der Luft gefiltert.

FFP2

Diese Masken dienen dem professionellen Schutz gegen COVID-19 und werden vom Robert Koch-Institut empfohlen. Sie entsprechen den Normen KN95 (China), FFP2 (Europa) und N95 (USA). Ärzte, die in direktem Kontakt mit kontaminierten Patienten stehen, verwenden diesen Maskentyp. Diese Maske wird als Hauptschutzmittel gegen COVID-19 gesehen. Sie ist Bestandteil von persönlichen Schutzausrüstungen, die ihren Träger vor Luft- und Flüssigkeitspartikeln schützt. Es werden ca. 94 Prozent der schädlichen Stoffe gefiltert. 

Sie schützen gegen gesundheitsschädigende Teilchen auf Öl- und Wasserbasis, nicht jedoch gegen krebserregende Stoffe, radioaktive Teilchen, und luftgetragene biologische Arbeitsstoffe mit Risikogruppe 3 und Enzyme.

Der Filter, meist Baumwolle, schützt als wesentlicher Teil der Maske vor Viren und Partikeln. Teilweise gibt es Masken mit zwei Filtern, die höheren Schutz gewähren.

FFP3

Die Masken vom Typ FFP3 werden bei Schadstoffkonzentrationen bis zur 30-fachen Höhe des Arbeitsplatzgrenzwertes verwendet. Sie bieten Schutz vor gesundheitsschädlichen und krebserregenden Partikeln auf der Basis von Wasser und Öl, auch gegen radioaktive Partikel und biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 2 und 3 in der Luft, sowie Enzyme. Ihre Undichtigkeit beträgt maximal 2 Prozent. In der Regel filtern sie also 98 Prozent der Schadstoffe.

In folgenden Bereichen liegen typische Anwendungen der FFP3 Masken.

- Schwermetalle
- Hartholz
- Bremsstaub
- Edelstahlschweißen
- radioaktive Stoffe
- Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilzsporen)

Neben den Aufdrucken der Schutzstufen finden sich auf den FFP-Masken noch zusätzliche Kennungen. Diese gelten für alle Maskentypen, wenn sie darauf verzeichnet sind.

NR (non reusable)

Diese Masken können lediglich einmal genutzt werden.

R (reusable)

Diese Produkte sind wieder verwendbar. Dazu wird die Dichtlippe gereinigt und einer neue Desinfektion unterzogen. So werden die gesamten Kosten gesenkt, Abfall wird vermieden.

D

Solche FFP-Masken erfüllen die Bedingungen der Dolomitaubprüfung. Hierbei entsteht ein geringerer Atemwiderstand bei längerer Nutzung.

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